Tarik El-Hallag mit überwältigender Mehrheit zum neuen Kreisschiedsrichterobmann des KFA Jena-Saale-Orla gewählt

Mit der Wahl des neuen Kreisschiedsrichterobmanns (KSO) des Kreis-Fußballausschusses (KFA) Jena-Saale-Orla war nach gut 75 Minuten der Pflichtteil der Vollversammlung der Unparteiischen des Fußballkreises im Hörsaal des Stadtzentrum von Jena erledigt. Was folgte, war ein äußerst unterhaltsame „Kür“, wofür mit Lutz Wagner, Schiedsrichterlehrwart im Deutschen Fußball-Bund (DFB) und langjähriger Bundesligareferee, ein Redner stand, dem, auch wenn er die „Nachspielzeit“ deutlich verlängerte, ein aufmerksames Publikum förmlich an den Lippen hing.

Wagner hatte in seinem Vortrag auch lobende Wort für die Art und Weise, wie Christopher Jänike, der sich so wie Tarik El-Hallag für die ehrenamtliche Funktion des KSO bewarb, damit umging, dass er nicht das Vertrauen der Anwesenden erhielt. Jänicke war erster Gratulant von El-Hallag, der sich mit über 76 Prozent der 67 gültigen Stimmen in einer geheimen Wahl gegenüber seinem Konkurrenten um den Spitzenplatz im Kreis-Schiedsrichterausschuss durchsetzte.

Zuvor hatten die beiden Kandidaten noch einmal für sich und ihr, jugendgemäß formuliert, Team geworben. Tarik El-Hallag (22), der seit dieser Saison auf der NOFV-Oberliga-Schiedsrichterliste steht, beerbt Jan Schröder. Dieser kann die Funktion aus beruflichen Gründen nicht mehr ausfüllen und wurde mit herzlichen Dankesworten von Udo Penßler-Beyer (2. TFV-Vizepräsident und Vorsitzender des DFB-Schiedsrichterausschusses), Dr. Olaf Wünsch (KFA-Vorsitzender Jena-SOK) und Burkhard Pleßke (TFV-Schiri-Obmann) und mit Sachgeschenken auch von seinen Weggefährten verabschiedet. Als Ehrengäste konnten außerdem die Mitglieder des Verbandsschiedsrichterausschusses Sandy Hoffmann. Jürgen Muscat und Peter Weise begrüßt werden. Zugegen war mit Paul Hegenbarth der erst vor kurzem gewählte Kreisschiedsrichter-Obmann des KFA Mittelthüringen.

Die Vollversammlung wurde auch genutzt, um Auszeichnungen vorzunehmen. Die betrafen unter anderem die Aktion „Danke Schiri“, wofür Bernd Bock (Ü50) und Mike Lehmann (U50) geehrt wurden. Nach vorn gerufen wurden danach sieben überwiegend junge Leute, die ihre Schiedsrichterprüfung erst kürzlich bestanden hatten.

Dann gehörte die Bühne Lutz Wagner. Der 56-Jährige brannte ein wahres sprachliches Feuerwerk ab. Gewürzt mit zahlreichen Videoszenen aus der Bundesliga und dem internationalen Fußball ließ er ein wenig in das Innenleben der Eliteligaschiedsrichter blicken. Vor allem bei den gezeigten strittigen Szenen, für die gute Regelkenntnisse benötigt wurden, war Wagner mittendrin im Auditorium, sorgte für manch lustige Anekdote und agierte ausgesprochen interaktiv. Seinen Wunsch nach Harmonie und Stabilität auch in der Funktion des KSO Jena-Saale-Orla hatte zuvor schon Udo Penßler-Beyer zum Ausdruck gebracht.

Quelle: TFV

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